Jacob's Joy

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Ich wollte noch einen zweiten Sommerquilt nähen.

Über die letzten Monate hinweg hatte ich schon viele Fat Quarters in wunderschönen Batik-Stoffen gesammelt. Ich wollte sie mit einem silbergrauen Batikstoff ergänzen, den habe ich aber nicht gefunden. Stattdessen aber einen normalen mit Silber bedruckten grauen Stoff. Mal sehen, wie das Silber die erste Wäsche übersteht.

 Das Jakobsleiter-Muster wollte ich schon immer mal ausprobieren, (fast) jeder der 40 Blöcke wird in einer anderen Farbe mit silbergrau genäht. Das ergab 200 4-patches and 160 halfsquare-triangles, ein ganz schöner Berg!

Ich habe die 40 Blöcke lange herumgeschoben, bis ich sicher war, welche Farbverteilung ich wollte.

Dies ist das Ergebnis nach dem Kleben:

Und dann begann das Problem.
Ich hatte mich schon lange für freemotion entschieden. Nach dem Desaster bei Ukraine 7 sollte es diesmal wirklich mit der neuen Nähmaschine gehen! Ist ja nur eine simple, dünne Baumwollfüllung, dachte ich.

Ich hatte die Rechnung aber ohne die Batikstoffe und das neue Garn gemacht.
Bisher hatte ich immer mit Mettler Maschinenquiltgarn (Baumwolle) gequiltet, oft vorne mit Nylon (hinten immer mit Mettler).
Seit dem Quiltkurs bei Regina Grewe hat auch freemotion wunderbar geklappt.

Jetzt wollte ich neues Garn ausprobieren, Superior thread. Oben SoFine, als Unterfaden Bottom.
Der Bottom Line hat den Vorteil, dass er superdünn ist, es passt eine riesige Menge auf die Spule. Besonders bei der neuen Pfaff Nähmaschine mit der drop-in-Spule, die ist sowieso nochmal einige Nummern größer als meine bisherigen Umgreifer-Spulen.
Beide Garne werden explizit fürs Maschinenquilten empfohlen (obwohl beide aus Polyester sind), sie werden auch in genau dieser Kombination empfohlen.

Hmja.
Auf meinem Probe-Sandwich klappte alles tadellos, Fadenspannung perfekt, freemotion-Spiralen wunderschön.

Sobald ich auf meinen Quilt gewechselt bin, riss der Faden nach der 3. Spirale. Und riss wieder. Und riss wieder. Und riss wieder. Ich habe alles probiert, was ich zum Thema Fadenspannung bei Regina gelernt habe, nichts half. Was konnte bloß die Ursache sein?  Der einzige Unterschied zum Probesandwich ist der Stoff. Die Sandwiches sind aus KONA cotton genäht, der Quilt zu 50 % aus Batik.

Ich weiß schon seit dem Eisquilt (an dem ich immer noch handquilte, bin aber jetzt schon dreiviertel fertig), dass Batik-Stoffe nicht ideal zum Handquilten sind.

Aber stimmt - wenn ich so im Internet forsche, ist Batik auch zum freemotion nicht ideal geeignet. Jedenfalls nicht für relative Neulinge wie mich. Profis wie Debbie Clarke machen das mit links.

Ich weiß bis jetzt nicht sicher, ob Batik oder Garn das Problem waren, ich werde es beim nächsten freemotion-Versuch mit dem Garn merken.

Ich habe diesen Quilt tapfer freemotion zu Ende gequiltet und dann zwei Abende damit verbracht, lose Fäden zu vernähen. Ich glaube, ich habe genausoviel Faden durchs Reißen verbraucht wie fürs Quilten!

Das Gute ist: man sieht dem fertigen Quilt das Ergebnis nicht an:

Auf dem Rand habe ich Blätter gequiltet, ich mag sie so gerne.

Übrigens sind alle Fotos nach dem Waschen entstanden, der silberne Stoff ist immer noch silbern!

Wenn Du eine Info erhalten möchtest, sobald ich einen neuen Quilt veröffentliche, klicke hier.

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